Polizei Laufbahnen 2026: Mittlerer, gehobener und höherer Dienst im Vergleich

Florian Heuer
Autor: Florian Heuer
20. Juni 2026 · 23 Min. Lesezeit
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Polizei Laufbahnen 2026: Mittlerer, gehobener und höherer Dienst im Vergleich
Polizei Laufbahnen 2026: Mittlerer, gehobener und höherer Dienst im Vergleich | EinfachVerbeamtet

Polizei Laufbahnen 2026: Mittlerer, gehobener und höherer Dienst im Vergleich

Bevor du dich bei der Polizei bewirbst, stellt sich eine zentrale Frage: Welche Laufbahn passt zu deinem Schulabschluss und deinen Karrierezielen? Dieser Überblick stützt sich auf die offiziellen Karriereseiten der Bundespolizei und mehrerer Landespolizeien und zeigt, wo der mittlere Dienst inzwischen komplett wegfällt.

🗓️ Stand: April 2026 ⏱️ ca. 9 Min. Lesezeit

Die drei Laufbahnen auf einen Blick

Bei Bundespolizei und Landespolizeien gibt es grundsätzlich drei Laufbahnen, die sich nach Schulabschluss, Ausbildungsdauer und späterem Aufgabenfeld unterscheiden. Manche Bundesländer wie Niedersachsen sprechen statt von Laufbahnen auch von Laufbahngruppe 1 und 2 mit jeweils zwei Einstiegsämtern.

👆 Tippe auf eine Karte, um Besoldung und Details zu sehen

Einstieg über Ausbildung

Mittlerer Dienst

2 bis 2,5 Jahre Ausbildung
↻ Karte tippen
A6–A9
Besoldungsgruppe
Einstieg als Polizeimeister/-in
Einstieg über Studium

Gehobener Dienst

Duales Studium, meist 3 Jahre
↻ Karte tippen
A9–A13
Besoldungsgruppe
Einstieg als Polizeikommissar/-in
Meist über Aufstieg

Höherer Dienst

Masterstudium oder Aufstieg
↻ Karte tippen
A13–A16
Besoldungsgruppe
Einstieg als Polizeirat/-rätin
🧭 Laufbahn-Finder: Welche Laufbahn passt zu deinem Schulabschluss?
Hauptschulabschluss + Ausbildung
Mittlerer Schulabschluss
Fachabitur
Abitur
Hochschulabschluss (Master/Jura)

Grundsätzlich gilt: Je höher die Laufbahn, desto anspruchsvoller die Einstellungsvoraussetzungen, aber auch desto höher das Gehalt und die spätere Verantwortung. Ein Laufbahnwechsel nach oben ist bei guten Leistungen in der Regel auch nach dem Einstieg noch möglich.

So läuft dein Aufstieg ab: die Laufbahn-Grafik

Die folgende Grafik zeigt den typischen Karriereweg von der Ausbildung bis zur Führungsposition, inklusive der beiden Aufstiegswege zwischen den Laufbahnen.

Laufbahnaufstieg bei der Polizei Grafik zeigt mittleren, gehobenen und höheren Dienst mit Aufstiegspfeilen, von unten nach oben gestapelt Höherer Dienst Masterstudium oder Aufstieg Einstieg: Polizeirat/-rätin (A13) · bis A16 Masterstudium + Auswahl Gehobener Dienst Duales Studium, ca. 3 Jahre Einstieg: Polizeikommissar/-in (A9) · höchstes Amt i. d. R. A13 Aufstieg über Auswahl Mittlerer Dienst Ausbildung 2–2,5 Jahre Einstieg: Polizeimeister/-in (A6) · höchstes Amt A9

Hinweis: Eingangsamt und Aufstiegswege können je nach Bundesland abweichen.

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Bundespolizei: Drei Laufbahnen mit klaren Eckdaten

Laut der offiziellen Karriereseite komm-zur-bundespolizei.de kannst du im Polizeivollzugsdienst der Bundespolizei im mittleren, gehobenen oder höheren Dienst starten.

Mittlerer Polizeivollzugsdienst

Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre und umfasst rund 4.600 Ausbildungsstunden. Im ersten Jahr stehen einsatznahe Trainings im Vordergrund, im zweiten Jahr folgen 5,5 Monate Praktika im grenz- und bahnpolizeilichen Bereich, bei der Bundesbereitschaftspolizei und in der Luftsicherheit. Das dritte Jahr bereitet sechs Monate lang gezielt auf die Laufbahnprüfung vor. Am Einstellungstag musst du laut den aktuellen Voraussetzungen zwischen 16 und 27 Jahre alt sein, mit Berufsausbildung und mehr als drei Jahren Berufserfahrung sind Ausnahmen bis 35 Jahre möglich.

Gehobener Polizeivollzugsdienst

Hier ist mindestens das Fachabitur erforderlich. Das Diplomstudium dauert drei Jahre, umfasst 25 Module und 9 Monate praktische Verwendung. Das Grundstudium findet an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Brühl bei Bonn statt, das Hauptstudium anschließend in Lübeck. Studienschwerpunkte reichen von Rechtswissenschaften über Psychologie und Politik bis zu Einsatz- und Führungslehre. Die Altersgrenze liegt bei höchstens 33 Jahren, mit abgeschlossener Berufsausbildung und mindestens drei Jahren Berufserfahrung sind Ausnahmen bis 41 Jahre möglich.

Höherer Polizeivollzugsdienst

Der höhere Dienst führt über einen zweijährigen Masterstudiengang „Öffentliche Verwaltung – Polizeimanagement“. Das erste Studienjahr findet an der Hochschule des Bundes in Lübeck und beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden statt, das zweite an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen der Länderpolizeien. Nach Abschluss steigst du als Polizeirätin oder Polizeirat ein und leitest Bundespolizeidienststellen.

Aufstiegsweg innerhalb der Bundespolizei: Wer im mittleren Dienst arbeitet, kann sich über ein internes Auswahlverfahren für den Aufstieg in den gehobenen Dienst qualifizieren. Diese sogenannten Aufstiegsbeamtinnen und Aufstiegsbeamten studieren im Hauptstudium gemeinsam mit den regulären Direkteinsteigern.

Ausbildung und Studium bei der Bundespolizei (komm-zur-bundespolizei.de) →
Einstellungsvoraussetzungen der Bundespolizei →
Bundespolizei – offizielle Karriereseite →

Bundeskriminalamt: Eigener Direkteinstieg

Das Bundeskriminalamt (BKA) bietet über sein eigenes Karriereportal Studium, Ausbildung und Direkteinstieg in den gehobenen und höheren Dienst an, unter anderem für Fachrichtungen wie Kriminalpolizei, IT und Verwaltung. Das BKA ist organisatorisch eigenständig und unterscheidet sich damit von der klassischen Bundespolizei-Laufbahn.

Karriereportal des Bundeskriminalamts →

Landespolizei: Wo der mittlere Dienst wegfällt

Mehrere Bundesländer haben den mittleren Dienst inzwischen abgeschafft. Wer dort Polizist werden möchte, steigt direkt im gehobenen Dienst über ein duales Bachelor-Studium ein.

Wichtig zur Einordnung: Den höheren Dienst gibt es in jedem der 16 Bundesländer, er ist die Führungslaufbahn der Polizei überall. Der Unterschied liegt im Zugang: In fast allen Ländern ist er kein Direkteinstieg von der Schule aus, sondern wird über ein behördeninternes Auswahlverfahren mit anschließendem Masterstudium aus dem gehobenen Dienst heraus erreicht. Nur Berlin und Hamburg bieten laut den vorliegenden Quellen auch eine reguläre dritte Einstiegsschiene direkt in den höheren Dienst an.

Bundesländer ohne mittleren Dienst (nur Studium)

👆 Tippe auf ein Bundesland für Details

Nordrhein-Westfalen kein mittlerer Dienst
+
Das Karriereportal karriere.polizei.nrw bietet nur „Duale Studiengänge“ und eine eigene Rubrik „Höherer Dienst“ (Direkteinstieg über die zweite juristische Staatsprüfung) an. Eine Ausbildung im mittleren Dienst ist nicht im Angebot.
→ karriere.polizei.nrw
Hessen kein mittlerer Dienst
+
Laut karriere.polizei.hessen.de führt der Weg zur Polizei Hessen, egal ob mit Abitur, Fachhochschulreife oder Realschulabschluss, über das duale Studium (Schutzpolizei, Kriminalpolizei oder Cyberkriminalistik). Voraussetzung ist mindestens die Fachhochschulreife, Höchstalter 36 Jahre.
→ karriere.polizei.hessen.de
Niedersachsen kein mittlerer Dienst
+
Die offizielle Karriereseite trägt den Namen polizei-studium.de. Neben dem regulären dualen Studium gibt es einen eigenen Studiengang Polizeiinformatik sowie einen Direkteinstieg für Volljuristinnen und Volljuristen direkt in den höheren Dienst.
→ polizei-studium.de
Rheinland-Pfalz kein mittlerer Dienst
+
Rheinland-Pfalz gehört zu den Ländern, die den mittleren Dienst abgeschafft haben. Der Einstieg erfolgt ausschließlich über das duale Bachelor-Studium im gehobenen Dienst, mindestens Fachhochschulreife vorausgesetzt.
→ polizei.rlp.de/karriere
Saarland kein mittlerer Dienst
+
Auch das Saarland hat den mittleren Dienst abgeschafft. Der reguläre Einstieg erfolgt über das duale Studium im gehobenen Dienst der Landespolizei.
→ saarland.de/polizei
Bremen kein mittlerer Dienst
+
Bremen gehört zu den sechs Ländern ohne mittleren Dienst. Bewerberinnen und Bewerber steigen unabhängig vom genauen Schulabschluss über das duale Studium in den gehobenen Dienst ein.
→ polizei.bremen.de/karriere

Bundesländer mit aktivem mittlerem und gehobenem Dienst

👆 Tippe auf ein Bundesland für Details

Baden-Württemberg mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
Karriere-polizei-bw.de bietet weiterhin getrennte Wege an: eine Ausbildung für den mittleren Dienst und ein Studium für den gehobenen Dienst, jeweils mit eigenen Bewerbungsfristen und Testwertgrenzen.
→ karriere-polizei-bw.de
Bayern 2. + 3. QE, 4. QE über Aufstieg
+
Bayern nennt die Laufbahnen offiziell Qualifikationsebenen: die 2. QE (früher mittlerer Dienst) führt zur Ausbildung zum Polizeimeister, die 3. QE (früher gehobener Dienst) zum dreijährigen Diplomstudium und zur Kommissarin bzw. zum Kommissar. Nach der Ausbildung in der 2. QE gilt üblicherweise eine rund 24-monatige Pflichtzeit in der Bereitschaftspolizei, bevor eine Bewerbung auf eine Wunschstelle im Streifendienst möglich ist.
→ bevi.polizei.bayern.de
Berlin alle drei Laufbahnen direkt aktiv
+
Berlin hat als eines der wenigen Länder alle drei Laufbahnen aktiv (A7–A9 mittlerer, A9–A13 gehobener, A14–A16 höherer Dienst) und zahlt zusätzlich zur Polizeizulage eine einzigartige Hauptstadtzulage von 150 €/Monat bis A13. Wichtig: Wer sich für den mittleren Dienst einschreibt, kann sich danach nicht mehr regulär für den gehobenen Dienst neu bewerben, ein späterer Aufstieg ist dann nur noch über das interne Laufbahnverfahren möglich.
→ 110prozent.berlin.de
Brandenburg mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
Brandenburg bietet weiterhin sowohl die Ausbildung im mittleren als auch das Studium im gehobenen Polizeidienst an. Bei der Beihilfe wendet das Land direkt die Bundesbeihilfeverordnung an, bei den Laufbahnen besteht aber eine eigenständige Landesregelung mit beiden Einstiegswegen.
→ polizei-brandenburg-karriere.de
Hamburg alle drei Laufbahnen direkt aktiv
+
Hamburg führt ebenfalls alle drei Laufbahnen (A7–A9, A9–A13, A14+). Der mittlere Dienst dauert 2,5 Jahre (erweiterter Hauptschulabschluss), der gehobene Dienst ein dreijähriges Bachelor-Studium an der Akademie der Polizei Hamburg (mindestens Fachabitur). Die Sonderzahlung ist hier bereits direkt ins Grundgehalt integriert statt separat im Dezember ausgezahlt zu werden.
→ polizei.hamburg/karriere
Mecklenburg-Vorpommern mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
MV gehört zu den Ländern, die den mittleren Dienst beibehalten haben. Der höchste Dienstgrad im mittleren Dienst (Polizeihauptmeister) trägt hier ein eigenes Dienstgradabzeichen mit zusätzlichem Stern.
→ polizei.mvnet.de/Karriere
Sachsen mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
Sachsen bietet weiterhin beide Laufbahnen an. Nach der Ausbildung im mittleren Dienst kannst du dich entscheiden, ob du zunächst in den Streifendienst eines Polizeireviers oder in die Bereitschaftspolizei gehst, eine verbindliche Mindestdauer wie in Bayern gibt es laut den uns vorliegenden Quellen hier nicht.
→ polizei.sachsen.de (Beruf und Karriere)
Sachsen-Anhalt mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
Sachsen-Anhalt führt beide Laufbahnen fort. Die offizielle Nachwuchswerbung läuft über das Portal „Nachwuchsfahndung“.
→ nachwuchsfahndung.de
Schleswig-Holstein mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
Schleswig-Holstein gehört ebenfalls zu den Ländern mit beiden klassischen Einstiegswegen, Ausbildung im mittleren und duales Studium im gehobenen Dienst.
→ schleswig-holstein.de/Polizei/Berufung
Thüringen mittlerer + gehobener Dienst, höherer über Aufstieg
+
Auch Thüringen bietet weiterhin Ausbildung im mittleren Dienst und Studium im gehobenen Dienst an. Ein Direkteinstieg in den höheren Dienst ist hier ausdrücklich nicht möglich, der Aufstieg erfolgt erst nach Studienabschluss und einer Bewährungsfrist. Bei der Beihilfe hat Thüringen mit 75 % im Ruhestand bundesweit den höchsten Satz.
→ startpolizei.thueringen.de

Stand der Recherche: April 2026. Die genauen Einstiegswege, insbesondere bei kleineren Bundesländern, können sich ändern, da Personalbedarf und Landes-gesetzgebung regelmäßig angepasst werden. Prüfe vor einer Bewerbung immer die aktuelle offizielle Karriereseite deines Bundeslandes.

Wichtiger Hinweis: Wer mit Abitur in den mittleren Dienst eingestellt wird, kann in vielen Ländern mit zwei Laufbahnen anschließend in der Regel nur noch über ein behördeninternes Aufstiegsverfahren in den gehobenen Dienst wechseln, nicht durch direkten Quereinstieg.

Vergleichstabelle: Bund und ausgewählte Länder

Dienstherr Mittlerer Dienst Gehobener Dienst Höherer Dienst
Bundespolizei Ja, 2,5 Jahre Ausbildung Ja, 3 Jahre Diplomstudium 2 Jahre Masterstudium oder Aufstieg
Bundeskriminalamt Nein Ja, Studium und Direkteinstieg Ja, Direkteinstieg möglich
Baden-Württemberg Ja, eigene Ausbildung Ja, eigenes Studium Über Aufstieg
Nordrhein-Westfalen Bestätigt abgeschafft Duale Studiengänge, Direkteinstieg Eigene Rubrik „Höherer Dienst“
Hessen Bestätigt abgeschafft Studium Schutz-/Kriminalpolizei/Cyberkriminalistik Über Aufstieg
Niedersachsen Bestätigt abgeschafft Duales Studium, auch Polizeiinformatik Direkteinstieg für Volljuristen

Hinweis: Die Angaben zu Baden-Württemberg, NRW, Hessen und Niedersachsen wurden direkt von den genannten offiziellen Karriereportalen bestätigt. Für weitere Bundesländer (Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen) verweisen wir auf die jeweiligen Landespolizei-Karriereseiten, da sich Einstiegswege und Bezeichnungen ändern können.

Besoldung und Anwärterbezüge

Die Besoldungsgruppen sind über Bund und Länder weitgehend einheitlich an die Laufbahnen gekoppelt:

Mittlerer Dienst

A6–A9

Gehobener Dienst

A9–A13

Höherer Dienst

A13–A16

Anwärterbezüge während der Ausbildung (Bundespolizei, Stand 2026)

Schon während der Ausbildung bzw. des Studiums erhältst du als Anwärterin oder Anwärter Bezüge:

Mittlerer Dienst, Ausbildungsbeginn
1.473 €
brutto monatlich, zzgl. möglicher Zulagen
Gehobener Dienst, Studienbeginn
1.744 €
brutto monatlich, zzgl. möglicher Zulagen
Wie viel bleibt netto übrig? Im Gehaltsrechner siehst du dein voraussichtliches Netto nach Besoldungs-gruppe, Familienstand und Bundesland.
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Was verdienst du nach 10, 20 und 30 Jahren? (Brutto, Bund, ohne Zulagen)

Die folgende Übersicht zeigt das Grundgehalt zu Beginn, nach rund 10, nach rund 20 Jahren und im Endgehalt (höchste Erfahrungsstufe) für ein typisches Beispielamt pro Laufbahn. Die tatsächliche Stufe hängt von deinem Eintrittsalter und etwaigen Vordienstzeiten ab, die genauen Werte können je Bundesland leicht abweichen.

Mittlerer Dienst – Beispiel A8 3.307 € → 4.217 €
3.307 €
Einstieg
3.731 €
~10 Jahre
4.108 €
~20 Jahre
4.217 €
Endgehalt
Gehobener Dienst – Beispiel A11 4.296 € → 5.612 €
4.296 €
Einstieg
4.982 €
~10 Jahre
5.454 €
~20 Jahre
5.612 €
Endgehalt
Höherer Dienst – Beispiel A13 5.343 € → 6.806 €
5.343 €
Einstieg
6.106 €
~10 Jahre
6.634 €
~20 Jahre
6.806 €
Endgehalt

Diese Werte stammen aus der Bundesbesoldungstabelle 2026 (gültig für Bundesbeamte, z. B. Bundespolizei), reines Grundgehalt ohne Polizeizulage, Familienzuschlag, Erschwernis- oder Schichtdienstzulagen. Mit diesen Zulagen liegt dein tatsächliches Brutto in der Praxis höher.

Wichtig: Jedes Bundesland hat eine eigene Besoldungstabelle, die von der Bundestabelle abweichen kann, etwa in Bayern oder Niedersachsen. Die Werte oben dienen daher nur als grobe Orientierung für den Gehaltsverlauf, nicht als exakte Zahl für dein Bundesland.

Suchst du die genaue Besoldungs-tabelle für dein Bundesland? Finde weitere Artikel in unserem Blog zu deiner Laufbahn und deinem Bundesland, mit allen Besoldungs-gruppen, Stufen und Zulagen im Detail.
Zu den Besoldungs-tabellen →

Bereitschaftspolizei-Pflichtzeit: Nicht jeder startet sofort im Streifendienst

Ein praxisrelevanter Unterschied, der in vielen Übersichten fehlt: In einigen Bundesländern arbeitest du nach der Ausbildung nicht sofort im „normalen“ Streifendienst eines Polizeireviers, sondern musst zunächst eine festgelegte Zeit in der Bereitschaftspolizei (Einsatz-hundertschaft) verbringen.

Bayern 24 Monate Pflichtzeit bestätigt

Nach der Ausbildung in der Bayerischen Bereitschaftspolizei entscheidet sich, ob du in einer Einsatz-hundertschaft oder im polizeilichen Einzeldienst eingesetzt wirst. Üblich ist eine Pflichtzeit von 24 Monaten in der Einsatz-hundertschaft, etwa zur Unterstützung bei Demonstrationen, Fußballspielen oder im Objektschutz, bevor eine Bewerbung auf eine Wunschstelle im regulären Streifendienst möglich ist.

Wichtig zur Einordnung: Auch andere Bundesländer wie Sachsen führen Berufsanfänger zunächst in den Streifendienst eines Polizeireviers oder die Bereitschaftspolizei, allerdings ohne dass aus den uns vorliegenden offiziellen Quellen eine feste, verbindliche Mindestdauer hervorgeht wie in Bayern. Wenn dir die genaue Regelung deines Bundeslandes wichtig ist, frag am besten direkt bei der Einstellungsberatung der jeweiligen Landespolizei nach.

Bereitschaftspolizei und Einzeldienst in Bayern (polizei.bayern.de) →

Wie funktioniert der Aufstieg zwischen den Laufbahnen?

Ein späterer Wechsel in eine höhere Laufbahn ist auch nach dem Einstieg möglich, meist über ein behördeninternes Auswahlverfahren mit anschließendem Studium.

  • Bundespolizei: Vom mittleren in den gehobenen Dienst über Auswahlverfahren, anschließend gemeinsames Hauptstudium mit Direkteinsteigern in Lübeck
  • Niedersachsen: Direkteinstieg in den höheren Dienst auch ohne klassischen Aufstiegsweg, etwa für Volljuristinnen und Volljuristen
  • Die genauen Fristen und Voraussetzungen variieren je nach Bundesland und werden in Beförderungsrichtlinien regelmäßig neu festgelegt

Häufige Fragen zu den Polizei-Laufbahnen

Mit mittlerem Schulabschluss kannst du dort, wo der mittlere Dienst noch existiert (z. B. Bundespolizei, Baden-Württemberg), direkt einsteigen. Für den gehobenen Dienst benötigst du mindestens Fachabitur. In Ländern wie Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen führt der Weg unabhängig vom Schulabschluss über das duale Studium zum gehobenen Dienst.
Bestätigt über die offiziellen Karriereportale ist die Abschaffung in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen. Dort erfolgt der Einstieg ausschließlich über das duale Bachelor-Studium im gehobenen Dienst.
Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre und umfasst rund 4.600 Ausbildungsstunden, davon 5,5 Monate Praktika in mehreren Einsatzbereichen.
Für den höheren Polizeivollzugsdienst der Bundespolizei wird nach Bedarf eingestellt, vorausgesetzt wird unter anderem ein Hochschulabschluss mindestens mit der Note „gut“ oder ein entsprechendes juristisches Staatsexamen. Diese Stellen werden über den Stellenmarkt der Bundespolizei ausgeschrieben.
Schutz- und Kriminalpolizei sind keine eigenen Laufbahnen, sondern Verwendungsrichtungen innerhalb derselben Laufbahn. In Hessen kannst du dich zum Beispiel im Studium zwischen Schutzpolizei, Kriminalpolizei und Cyberkriminalistik entscheiden, abhängig auch von deinem Testergebnis im Auswahlverfahren.

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