Polizei Rheinland-Pfalz: Studium, Auswahlverfahren, Bewerbung und Gehalt im Detail | EinfachVerbeamtet
Polizei Rheinland-Pfalz: Studium, Auswahlverfahren, Bewerbung und Gehalt im Detail
Der Weg zur Polizei Rheinland-Pfalz führt über ein dreijähriges Bachelorstudium an der Hochschule der Polizei am Campus Hahn. Dieser Artikel erklärt Voraussetzungen, das Auswahlverfahren mit Sporttest und Cooper-Test, den Studienablauf, das Gehalt und die Bewerbung auf Basis der offiziellen Quellen von polizei.rlp.de.
Der Einstieg in den Polizeivollzugsdienst in Rheinland-Pfalz erfolgt über ein dreijähriges, praxisorientiertes Bachelorstudium an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Campus Hahn. Während des Vollzeitstudiums bist du Polizeikommissar-Anwärterin bzw. -Anwärter im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Nach dem Abschluss wirst du zur Polizeikommissarin oder zum Polizeikommissar im dritten Einstiegsamt (gehobener Dienst) ernannt.
Studienort Campus Hahn: Das gesamte Studium findet an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Campus Hahn statt. Während der Studienzeit kannst du direkt auf dem Campus wohnen – inklusive Sport- und Freizeitangeboten für Studierende.
Abschluss
Bachelor of Arts (Polizeidienst, gehobener Dienst)
Dauer
3 Jahre (praxisorientiertes Vollzeitstudium)
Hochschule
Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz, Campus Hahn
Status im Studium
Beamtin/Beamter auf Widerruf (Anwärter/-in)
Einstiegsamt
Polizeikommissar/-in (A9, drittes Einstiegsamt)
Mindestgröße
162 cm (Einzelfallprüfung möglich)
Höchstalter
i. d. R. 34 Jahre am Einstellungstag (Ausnahmen möglich)
Diese Voraussetzungen gelten für das Bachelorstudium im gehobenen Polizeivollzugsdienst. Vor allem Mindestgröße, Alter und die körperliche Fitness solltest du frühzeitig prüfen.
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Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder FHR)
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Was geht / was nicht geht
Geht: Allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife bzw. volle Fachhochschulreife. Achte auf mindestens „ausreichend“ in Deutsch. Geht nicht: Ohne Studienberechtigung ist das Studium nicht möglich – hier kommt ggf. der Weg mit mittlerer Reife über eine berufsbildende Schule in Frage.
Höchstalter: i. d. R. 34 Jahre am Einstellungstag
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Was geht / was nicht geht
Geht: Am Einstellungstag in der Regel höchstens 34 Jahre. Ausnahmen sind möglich, z. B. für Wehr-, Pflege- oder Erziehungszeiten. Geht nicht: Deutlich über der Altersgrenze ohne Ausnahmegrund. Prüfe deinen Fall mit der Einstellungsberatung.
Mindestgröße 162 cm & Polizeidiensttauglichkeit
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Was geht / was nicht geht
Geht: Mindestkörpergröße 162 cm. Bei geringfügiger Unterschreitung ist eine Einzelfallprüfung möglich. BMI-Obergrenze 27,5. Geht nicht: Fehlende Polizeidiensttauglichkeit nach der polizeiärztlichen Untersuchung.
Deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit
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Was geht / was nicht geht
Geht: Deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedstaates. Auch mit gültiger Niederlassungserlaubnis ist eine Bewerbung möglich. Geht nicht: Ohne EU-Staatsangehörigkeit bzw. ohne gültige Niederlassungserlaubnis.
Körperliche Fitness für den Cooper-Test
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Was geht / was nicht geht
Geht: Gute Grundfitness. Im Cooper-Test (12-Minuten-Lauf) sind für Männer ab 18 Jahren mind. 2.400 m, für Frauen ab 18 Jahren mind. 2.000 m gefordert. Geht nicht: Wer die Mindestwerte im Sporttest nicht erreicht, scheidet aus. Frühzeitig mit Ausdauertraining beginnen!
Charakterliche Eignung & Verfassungstreue
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Was geht / was nicht geht
Geht: Du bist gerichtlich nicht bestraft und bereit, jederzeit für die freiheitliche demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten. Geht nicht: Vorstrafen oder Zweifel an der Verfassungstreue können die Einstellung ausschließen.
Frühzeitig kümmern: Der Sporttest mit Cooper-Test verlangt eine solide Grundausdauer, die sich nicht in wenigen Wochen aufbauen lässt. Beginne rechtzeitig mit gezieltem Lauf- und Krafttraining – und beziehe das Belastungs-EKG der ärztlichen Untersuchung in deine Vorbereitung mit ein.
Selbstcheck: Erfüllst du die Grundvoraussetzungen?
Beantworte 6 kurze Ja/Nein-Fragen – der Check zeigt dir sofort, ob du die Grundvoraussetzungen für die Polizei Rheinland-Pfalz erfüllst.
Das Auswahlverfahren
Das Auswahlverfahren erstreckt sich über zwei aufeinanderfolgende Tage und findet an einem von drei Standorten statt: Mainz-Hechtsheim, Enkenbach-Alsenborn oder Wittlich-Wengerohr. Die Polizei wählt möglichst den Standort, der von deinem Wohnort am günstigsten erreichbar ist. Jeder Abschnitt hat Mindestanforderungen – wer sie nicht erfüllt, scheidet aus.
Der erste Testtag beginnt mit einem rund dreistündigen Computertest aus mehreren Aufgabenblöcken. Geprüft werden u. a. ein Diktat (ca. 150 Wörter, Rechtschreibung & Zeichensetzung), ein Konzentrationstest (z. B. bestimmte Buchstaben herausfiltern) sowie ein Intelligenztest mit Wortanalogien, Zahlenreihen, Rechenaufgaben, Figurenreihen und Merkfähigkeit. Jedes Teilgebiet muss mit einer Mindestpunktzahl bestanden werden.
Direkt im Anschluss an den Computertest folgt der Sporttest mit Klimmzughang, Standweitsprung und Cooper-Test (12-Minuten-Lauf). Vor dem Test musst du eine Haftungsverzichtserklärung abgeben. Details zu den Disziplinen und Mindestwerten findest du im Abschnitt „Sporttest im Detail“.
Am zweiten Testtag prüft der polizeiärztliche Dienst deine gesundheitliche Eignung. Mitzubringen sind der Befundbericht deines Hausarztes und der Anamnesebogen (Vordrucke auf der Polizei-Website). Untersucht werden u. a. allgemeiner Gesundheitszustand, Seh- und Hörvermögen, ein Urintest und ein Belastungs-EKG. Auch vorhandene Tätowierungen werden dokumentiert.
Im strukturierten Einzelinterview prüfen zwei Polizeibeamtinnen oder -beamte deine charakterliche Eignung und Berufsmotivation. Bereite eine kurze Selbstvorstellung (ca. 2 Minuten) vor. Es geht um deine Person, Stärken und Schwächen sowie um Fragen rund um das Berufsbild – Vorwissen über die Polizei und dein Einstellungspräsidium hilft.
Aus den Punktzahlen beider Testtage wird ein Durchschnittswert berechnet, der deine Platzierung in der Rangliste bestimmt. Die besten Bewerberinnen und Bewerber erhalten die Zusage und beginnen ihr Studium an der Hochschule der Polizei. Wer einen Testabschnitt nicht besteht, scheidet aus und kann sich frühestens für das nächste Einstellungsjahr erneut bewerben.
Gut zu wissen: Du wirst in der Regel innerhalb von etwa acht Wochen nach Eingang deiner Bewerbung zum Auswahlverfahren eingeladen. Im Bewerbungsportal kannst du bis zu drei Wunschzeiträume angeben, in denen du das Verfahren durchlaufen möchtest.
Sporttest im Detail
Rheinland-Pfalz legt im Sporttest besonderen Wert auf (Kraft-)Ausdauer. Die Sportprüfung besteht aus drei Disziplinen, für die jeweils Mindestwerte gelten. Vor dem Test ist eine Haftungsverzichtserklärung abzugeben (bei Minderjährigen zusätzlich von den Erziehungsberechtigten zu unterschreiben). Tippe auf eine Disziplin für Details:
Du greifst mit beiden Händen (etwa schulterbreit) eine Metallstange und ziehst dich hoch, bis dein Kinn oberhalb der Stange ist – die Arme bleiben gebeugt. Gemessen wird die Zeit, die du diese Position hältst. Sobald die Kinnspitze unter die Stange sinkt, stoppt die Zeit. Geprüft wird deine Kraftausdauer.
Aus dem parallelen Stand springst du mit beidbeinigem Absprung so weit wie möglich nach vorne. Auch die Landung erfolgt auf beiden Füßen; ein Ausgleichsschritt oder Abstützen mit den Händen nach vorne ist erlaubt. Geprüft werden Sprungkraft und Koordination.
Beim Cooper-Test läufst du 12 Minuten lang ohne Unterbrechung und legst dabei eine möglichst große Distanz zurück. Mindestwerte (ab 18 Jahren): Männer mind. 2.400 m, Frauen mind. 2.000 m. Für unter 18-Jährige gelten etwas geringere Werte (Männer 2.250 m, Frauen 1.950 m). Der Lauf findet im Freien statt, sofern es das Wetter zulässt.
Vorbereitung über die EinstellungsberatungDie Einstellungsberatung der Polizei RLP gibt dir wertvolle Tipps zur Vorbereitung auf Sporttest und Auswahlverfahren.
Das dreijährige Bachelorstudium an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Campus Hahn ist praxisorientiert und verbindet Theorie- und Praxisphasen. In 18 Studienfächern wird vermittelt, was für den Polizeiberuf wichtig ist. Mit erfolgreichem Abschluss wirst du zur Polizeikommissarin oder zum Polizeikommissar ernannt und ins Beamtenverhältnis auf Probe übernommen.
Die Studieninhalte sind in 18 Studienfächern zusammengefasst – von Rechts- und Sozialwissenschaften über Kriminalistik und Einsatzlehre bis zum polizeilichen Einsatztraining. Theorie und Praxis wechseln sich ab, sodass du das Gelernte direkt anwenden kannst.
Während der Studienzeit kannst du direkt auf dem Campus Hahn wohnen. Neben Wohnmöglichkeiten gibt es Sport- und Freizeitangebote sowie ein Patenschaftsprogramm – du studierst und lebst in einer Gemeinschaft, die zusammenhält.
Nach Berufserfahrung steht dir ein Masterstudiengang offen, mit dem du dich für den höheren Polizeivollzugsdienst und Führungsfunktionen qualifizierst. Den Beamtenstatus behältst du ein Leben lang.
Gehalt schon im Studium: Als Polizeikommissar-Anwärter/-in erhältst du während der gesamten Studienzeit ein festes Gehalt von rund 1.500 € – das erleichtert die Lebensplanung und macht das Studium finanziell unabhängig.
IT-Karriere bei der Polizei
Neben dem klassischen Polizeivollzugsdienst bietet die Polizei Rheinland-Pfalz eigene IT-Laufbahnen – ein wachsendes Feld angesichts von Cybercrime und digitaler Ermittlungsarbeit.
Angewandte Informatik
Bachelor of Science
IT-Forensik
Cybercrime-Bekämpfung
IT-Spezialistenlaufbahn
IT- & Wirtschaftskriminalistik
Qualifizierungslehrgang
Für Hochschulabsolventen
Informatik, Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik
oder verwandte Fachrichtungen
IT-Laufbahnen bei der Polizei Rheinland-PfalzVon Angewandter Informatik bis Wirtschaftskriminalistik: Informiere dich über die IT-Karrierewege.
Nach erfolgreichem Bachelorabschluss startest du als Polizeikommissarin oder Polizeikommissar (A9) im Polizeivollzugsdienst – meist im Wach- und Wechseldienst oder in der Bereitschaftspolizei. Danach stehen dir zahlreiche Spezialisierungen und Aufstiegswege offen.
Der erste Einsatz erfolgt meist im Streifen- und Wechseldienst eines der fünf Polizeipräsidien (Koblenz, Mainz, Rheinpfalz, Trier, Westpfalz). Je nach Eignung und Interesse führt der Weg in die Schutz- oder Kriminalpolizei.
Im weiteren Verlauf kannst du dich spezialisieren: Kriminalpolizei und Landeskriminalamt (LKA), Spezialeinheiten, Diensthundeführung, Wasserschutzpolizei sowie IT-Forensik und Cybercrime zählen zu den Möglichkeiten.
Mit dem Masterstudiengang qualifizierst du dich für den höheren Polizeivollzugsdienst und übernimmst Führungsfunktionen. Den Beamtenstatus behältst du dabei ein Leben lang.
Heilfürsorge & Versicherung
Als Polizeivollzugsbeamtin oder -beamter in Rheinland-Pfalz hast du Anspruch auf freie Heilfürsorge – das Land übernimmt deine Krankheitskosten weitgehend direkt. Anders als bei der reinen Beihilfe musst du dafür keinen prozentualen Eigenanteil über eine private Krankenversicherung absichern. Wichtig ist aber zu wissen, wo die Grenzen liegen.
✓ Was die Heilfürsorge abdeckt
Ambulante Arztbehandlungen
Stationäre Krankenhausaufenthalte
Verschriebene Medikamente
Zahnärztliche Grundversorgung
Heil- und Hilfsmittel (bei Verschreibung)
⚠ Typische Lücken
Höherwertiger Zahnersatz
Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen)
Chefarztbehandlung / Einbettzimmer
Familienmitglieder sind NICHT mitversichert
Familie nicht mitversichert: Die Heilfürsorge gilt nur für dich selbst. Ehepartner und Kinder brauchen eine eigene Absicherung – über die gesetzliche Krankenversicherung oder über die Beihilfe in Kombination mit einer privaten Krankenversicherung. Das ist ein häufig unterschätzter Kostenfaktor, gerade bei Familiengründung.
Eine ergänzende Versicherung schließt die Lücken der Heilfürsorge, etwa bei Zahnersatz, Sehhilfen und Krankenhauswahlleistungen. Die Beiträge sind im jungen Alter am günstigsten – ein Abschluss zu Studienbeginn lohnt sich für viele Anwärterinnen und Anwärter.
Wer im Studium oder in der Probezeit dienstunfähig wird, hat oft nur einen geringen oder gar keinen Versorgungsanspruch. Eine DU-Versicherung sichert dein Einkommen ab, falls du durch Krankheit dauerhaft aus dem Dienst ausscheiden musst. Für Polizeibeamte ist das Risiko durch Schichtdienst und körperliche Belastung erhöht. Mehr dazu im Ratgeber Dienstunfähigkeit bei der Polizei: Was wirklich zählt.
Versicherungscheck für deinen Start bei der PolizeiHeilfürsorge, Restkostenversicherung und Dienstunfähigkeitsversicherung: Was brauchst du als Polizeianwärter wirklich?
Schon während des Studiums verdienst du Geld: Als Polizeikommissar-Anwärter/-in erhältst du rund 1.500 € brutto monatlich. Nach dem Abschluss steigst du in der Besoldungsgruppe A9 ein. Die Besoldung in Rheinland-Pfalz orientiert sich am TV-L-Tarifergebnis und liegt im Mittelfeld der westdeutschen Flächenländer.
Die Anwärterbezüge bestehen aus dem Anwärtergrundbetrag, ggf. einem Anwärtersonderzuschlag, dem Familienzuschlag und vermögenswirksamen Leistungen. Hinzu kommt eine jährliche Sonderzahlung. Die tagesaktuellen Beträge findest du in der offiziellen Besoldungstabelle des Landesamtes für Finanzen RLP.
Karriereleiter nach dem Studium
👆 Tippe auf einen Dienstgrad für Aufgaben & Einordnung
Einstiegsamt direkt nach dem Studium. Eigenständiger Dienst im Streifen-, Einsatz- oder Ermittlungsbereich. Drittes Einstiegsamt (gehobener Dienst).
Erfahrene Sachbearbeitung, eigenständige Einsatzführung und erweiterte Verantwortung.
Gehobene Sachbearbeitung oder Dienstgruppenleitung, häufig in Fachkommissariaten oder Ermittlungsgruppen.
Höhere Funktionsstelle innerhalb der gleichen Amtsbezeichnung, z. B. Dienstgruppenleitung mit erweiterter Verantwortung.
Höchste Stufe im gehobenen Dienst. Leitungsfunktion auf Inspektions- oder Sachbereichsebene.
Einstieg in den höheren Dienst, erreichbar über den Masterstudiengang. Leitung einer größeren Organisationseinheit.
Leitung bedeutender Fachabteilungen oder größerer Inspektionen mit gewachsener Personalverantwortung.
Leitung einer größeren Behördeneinheit oder stellvertretende Behördenleitung.
Leitung bedeutender übergeordneter Dienststellen oder stellvertretende Leitung eines Polizeipräsidiums.
Stellvertretende Leitung eines Polizeipräsidiums mit Gesamtverantwortung für mehrere große Fachbereiche.
Höchstes Amt in der Laufbahn: Leitung eines Polizeipräsidiums mit Gesamtverantwortung. RLP hat fünf regionale Polizeipräsidien sowie das LKA und das Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik.
Weitere Gehaltsbestandteile
Eine monatliche Stellenzulage für Polizeivollzugsbeamte. Die Höhe richtet sich nach der rheinland-pfälzischen Besoldungsverordnung und wird regelmäßig angepasst.
Für Dienst nachts, an Sonn- und Feiertagen gibt es stundenweise Erschwerniszulagen, die sich im Schichtdienst über das Jahr spürbar summieren.
Verheiratete und Beamte mit Kindern erhalten einen Familienzuschlag, dessen Höhe sich nach Familienstand und Kinderzahl richtet.
Das Land zahlt monatliche vermögenswirksame Leistungen, die in einen Bauspar- oder Investmentvertrag fließen können – kombinierbar mit der Arbeitnehmersparzulage.
Beamtinnen und Beamte erhalten eine jährliche Sonderzahlung. Die Höhe richtet sich nach der Besoldungsgruppe und den gesetzlichen Regelungen.
Polizeivollzugsbeamte in Rheinland-Pfalz erhalten freie Heilfürsorge – ein geldwerter Vorteil, da keine eigenen Beiträge zur Krankenversicherung anfallen (siehe Abschnitt Heilfürsorge).
Hinweis zu konkreten Beträgen: Die Besoldung wird regelmäßig an das TV-L-Tarifergebnis angepasst. Verbindliche, tagesaktuelle Eurobeträge findest du in der offiziellen Besoldungstabelle des Landesamtes für Finanzen Rheinland-Pfalz.
Was würdest du als Polizeikommissar/-in in Rheinland-Pfalz verdienen?Berechne dein voraussichtliches Netto nach Besoldungsgruppe, Stufe und Familienstand.
Die Bewerbung für das Studium erfolgt ausschließlich online über das Bewerbungsportal der Polizei Rheinland-Pfalz. Die erforderlichen Unterlagen werden dir dort zur Verfügung gestellt. Bewerbungen sind ganzjährig möglich – je früher du startest, desto flexibler sind deine Testtermine.
Einstellungstermine & Fristen
Einstellungstermine & Bewerbungsfristen
Einstellung
jährlich (u. a. Mai & Oktober)
Studienbeginn am Campus Hahn
Bewerbungsfrist
ganzjährig möglich
je früher, desto flexibler die Testtage
Einladung zum AV
ca. 8 Wochen nach Bewerbung
bis zu 3 Wunschzeiträume angebbar
Auswahlverfahren
2 aufeinanderfolgende Tage
Mainz-Hechtsheim, Enkenbach-Alsenborn oder Wittlich
Die genauen Einstellungstermine und Fristen können sich ändern. Verbindlich sind immer die Angaben auf polizei.rlp.de bzw. im Bewerbungsportal.
So bewirbst du dich – Schritt für Schritt
1Online-Bewerbung starten: Registriere dich im Bewerbungsportal der Polizei Rheinland-Pfalz und lege dein Bewerberkonto an. Notiere dir die Zugangsdaten gut.
2Unterlagen hochladen: Lade die geforderten Dokumente hoch (u. a. Zeugnisse, Geburtsurkunde). PDFs sollten gut lesbar und maximal 5 MB groß sein. Bei sichtbaren Tätowierungen Fotos hinterlegen.
3Wunschzeiträume angeben: Im Portal kannst du bis zu drei Zeiträume für das Auswahlverfahren auswählen. Die Polizei versucht, deine Wünsche und den nächstgelegenen Standort zu berücksichtigen.
4Einladung zum Auswahlverfahren: Nach Prüfung der formalen Voraussetzungen wirst du in der Regel innerhalb von etwa acht Wochen zum zweitägigen Auswahlverfahren eingeladen. Infos erhältst du über das Portal.
5Zusage & Studienbeginn: Nach bestandenem Verfahren und festgestellter Tauglichkeit erhältst du die Zusage und beginnst dein Studium an der Hochschule der Polizei am Campus Hahn.
Der Einstieg erfolgt über ein dreijähriges Bachelorstudium an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Campus Hahn. Während des Vollzeitstudiums bist du Polizeikommissar-Anwärter/-in im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Nach erfolgreichem Abschluss wirst du zur Polizeikommissarin oder zum Polizeikommissar (drittes Einstiegsamt, gehobener Dienst) ernannt.
Für das Studium brauchst du die Hochschulzugangsberechtigung (Abitur oder Fachhochschulreife), die EU-Staatsangehörigkeit (oder Niederlassungserlaubnis), eine Mindestgröße von 162 cm und Polizeidiensttauglichkeit. Das Höchstalter für den gehobenen Dienst liegt grundsätzlich bei 34 Jahren am Einstellungstag, Ausnahmen sind möglich.
Das Auswahlverfahren erstreckt sich über zwei aufeinanderfolgende Tage und findet in Mainz-Hechtsheim, Enkenbach-Alsenborn oder Wittlich-Wengerohr statt. Am ersten Tag absolvierst du einen rund dreistündigen Computertest und den Sporttest. Am zweiten Tag folgen die polizeiärztliche Untersuchung und das Auswahlgespräch.
Der Sporttest besteht aus drei Disziplinen: Klimmzughang (Kraftausdauer), Standweitsprung (Sprungkraft) und dem Cooper-Test, einem 12-Minuten-Lauf. Im Cooper-Test sind für Männer ab 18 Jahren mindestens 2.400 m und für Frauen ab 18 Jahren mindestens 2.000 m gefordert. Vor dem Test ist eine Haftungsverzichtserklärung abzugeben.
Das Bachelorstudium findet an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz am Campus Hahn statt. Während der Studienzeit besteht die Möglichkeit, auf dem Campus zu wohnen. Es gibt zudem Sport- und Freizeitangebote für Studierende.
Während des dreijährigen Studiums erhältst du als Polizeikommissar-Anwärter/-in im Beamtenverhältnis auf Widerruf Anwärterbezüge von rund 1.500 Euro brutto monatlich. Hinzu kommen je nach Familienstand Familienzuschlag und vermögenswirksame Leistungen. Nach dem Studium steigst du in der Besoldungsgruppe A9 ein.
Ja. Neben dem Polizeivollzugsdienst bietet die Polizei Rheinland-Pfalz IT-Laufbahnen an, darunter das Studium Angewandte Informatik (B.Sc.) sowie Qualifizierungslehrgänge für IT- und Wirtschaftskriminalistik. Diese richten sich unter anderem an Bewerber mit einem Hochschulstudium in Informatik, Wirtschaft oder Wirtschaftsinformatik.
Echte Bewertungen von Beamten, die wir beraten durften.
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Eva Herfellner
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