Polizei Sachsen: Ausbildung, Studium, Auswahlverfahren, Bewerbung und Gehalt | EinfachVerbeamtet
Polizei Sachsen: Ausbildung, Studium, Auswahlverfahren, Bewerbung und Gehalt im Detail
Sachsen ist eines der wenigen Bundesländer, das sowohl Ausbildung (Polizeimeister/-in) als auch Studium (Polizeikommissar/-in) anbietet – plus Speziallaufbahnen für Cybercrime und Wirtschaftskriminalität. Dieser Artikel erklärt Voraussetzungen, das dreistufige Auswahlverfahren mit dem einzigartigen Kasten-Bumerang-Test, den Studien- und Ausbildungsablauf, das Gehalt und die Bewerbung auf Basis der offiziellen Quellen von polizei.sachsen.de und verdaechtig-gute-jobs.de.
Die Polizei Sachsen bietet mehr Einstiegswege als die meisten anderen Bundesländer. Neben dem klassischen Studium gibt es auch eine vollwertige Ausbildung – und mit CuIKD und WiKri zwei hochspezialisierte Sonderlaufbahnen.
Durchlässiges Auswahlverfahren: Wer sich für das Studium (LG 2.1) bewirbt, kann nach dem 2. Auswahltag in einem persönlichen Beratungsgespräch in die Ausbildung (LG 1.2) wechseln. Ein Wechsel in umgekehrter Reihenfolge ist nicht möglich. Pro Einstellung gilt: nur eine Bewerbung möglich.
Ausbildungsort
Hochschule der Sächsischen Polizei (FH), Rothenburg (Oberlausitz)
Studienstatus
Beamtin/Beamter auf Widerruf (Anwärter/-in)
Einstellungstermin
Jährlich 1. September (Ausbildung & Studium)
Auswahlverfahren
3 Tage (nicht aufeinanderfolgend), 1. + 2. Tag in Leipzig
Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Laufbahn. Die wichtigsten Punkte für Ausbildung und Studium im Überblick – tippe auf eine Karte für mehr Details.
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Schulabschluss je nach Laufbahn
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Ausbildung vs. Studium
Ausbildung (LG 1.2): Realschulabschluss oder gleichwertiger Abschluss. Studium (LG 2.1): Abitur oder volle Fachhochschulreife erforderlich.
Höchstalter: Ausbildung max. 26 J., Studium max. 34 J.
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Altersgrenzen
Ausbildung: Mindestens 16,5 Jahre, höchstens 26 Jahre am 1. September. Studium: Mindestens 18 Jahre (via Abitur), höchstens 34 Jahre am 1. September. Ausnahmen für Wehr-, Pflege-, Erziehungszeiten möglich.
Deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit
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Staatsangehörigkeit
Geht: Deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines EU-Mitgliedstaates. Geht nicht: Ohne EU-Staatsangehörigkeit ist eine Einstellung im Polizeivollzugsdienst nicht möglich.
Körperliche Fitness für den Sporttest
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Sporttestanforderungen
Lauf: 2.000 m (w) / 2.400 m (m) in 12 Minuten. Liegestütze: mind. 5 (w) / 15 (m). Kasten-Bumerang: 9 Kastenteile + Auftaktrolle in 60 Sek. Einmalige Wiederholung möglich.
Tätowierungen & äußeres Erscheinungsbild
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Tattoos & Piercings
Sichtbare Tätowierungen werden bei der ärztlichen Untersuchung dokumentiert und bewertet. Im Zweifel gilt: keine extremistischen, diskriminierenden oder polizeifeindlichen Motive. Detaillierte Infos auf verdaechtig-gute-jobs.de.
Keine Vorstrafen & Verfassungstreue
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Charakterliche Eignung
Geht: Einwandfreies Führungszeugnis, Bereitschaft für die freiheitliche demokratische Grundordnung einzutreten. Geht nicht: Einschlägige Vorstrafen oder Zweifel an der Verfassungstreue führen zum Ausschluss.
Sporttest früh vorbereiten: Der Kasten-Bumerang-Test ist eine koordinative Disziplin, die die meisten Bewerber/-innen nicht aus dem Alltag kennen. Übe ihn gezielt – Trainingstipps und einen Übungsablauf findest du direkt auf polizei.sachsen.de. Beim 2.000/2.400-m-Lauf gilt: nur eine Wiederholung möglich, frühestens vier Wochen später.
Selbstcheck: Erfüllst du die Grundvoraussetzungen?
Beantworte 6 kurze Ja/Nein-Fragen – der Check zeigt dir sofort, ob du die Grundvoraussetzungen für die Polizei Sachsen erfüllst.
Das Auswahlverfahren (3 Tage)
Das Auswahlverfahren der Polizei Sachsen erstreckt sich über drei nicht aufeinanderfolgende Tage. Tag 1 und 2 finden auf dem Gelände des Präsidiums der Bereitschaftspolizei in Leipzig statt, Tag 3 in Chemnitz, Dresden oder Leipzig. In jedem Schritt gibt es Mindestanforderungen – wer sie nicht erfüllt, scheidet sofort aus.
Der erste Auswahltag beginnt mit dem computergestützten Fähigkeitstest, der aus drei Teilen besteht: Berufsbezogener Persönlichkeitstest (Einschätzung von Charaktereigenschaften), Deutschtest mit Diktat (ca. 150 Wörter, Rechtschreibung und Zeichensetzung) sowie ein kognitiver Fähigkeitstest (Intelligenztest mit Wortanalogien, Zahlenreihen, Figurenreihen, Rechenaufgaben und Merkfähigkeit). Direkt im Anschluss folgt der Sporttest mit Lauf, Liegestützen und Kasten-Bumerang-Test. Am Ende des Tages erhältst du deine Punktzahl per E-Mail.
Im Gruppengespräch diskutieren mehrere Bewerber/-innen gemeinsam über einen vorgegebenen polizeilichen Sachverhalt – getestet werden Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit und soziale Kompetenz. Im anschließenden strukturierten Einzelinterview werden persönliche Kompetenz und Berufsmotivation geprüft. Am Ende des Tages findet ein individuelles Beratungsgespräch statt: Hier werden gemeinsam Perspektiven besprochen und ggf. der Wechsel von Studium (LG 2.1) in Ausbildung (LG 1.2) empfohlen.
Die polizeiärztliche Untersuchung stellt die Polizeidiensttauglichkeit fest. Geprüft werden: Belastungs-EKG, Hörtest, Sehtest, Lungenfunktionstest sowie ein ausführliches Arztgespräch. Sichtbare Tätowierungen werden ebenfalls dokumentiert und bewertet. Die Einladung mit genauen Hinweisen und mitzuführenden Unterlagen erhältst du vorab per E-Mail.
Wer alle drei Auswahltage besteht und polizeidiensttauglich ist, wird in eine Rangfolgenliste aufgenommen. Die besten Bewerber/-innen erhalten die Zusage für den jeweiligen Einstellungstermin am 1. September. Wer einen Testabschnitt nicht besteht, scheidet sofort aus – eine erneute Bewerbung für die folgende Einstellung ist möglich.
Übungsdiktat vorab: Auf polizei.sachsen.de steht ein offizielles Übungsdiktat zum Download bereit. Nutze es zur Vorbereitung auf den Deutschtest – Grammatik und Zeichensetzung werden streng bewertet.
Der Sporttest der Polizei Sachsen besteht aus drei Disziplinen in fester Reihenfolge: Lauf → Liegestütze → Kasten-Bumerang-Test. Uhren und Kopfhörer sind nicht zugelassen. Wird in einer Disziplin der Mindestwert nicht erreicht, ist der Test sofort beendet. Eine einmalige Wiederholung ist innerhalb von 4–8 Wochen möglich.
DisziplinMindestwert FrauenMindestwert Männer
2000/2400-m-Lauf (12 Min.)2.000 m2.400 m
Liegestütze5 Wdh.15 Wdh.
Kasten-Bumerang-Test9 Teile + Rolle in 60 Sek.9 Teile + Rolle in 60 Sek.
Du läufst 12 Minuten lang und legst dabei eine möglichst große Distanz zurück. Mindestanforderung: 2.000 m (Frauen) / 2.400 m (Männer). Bessere Leistungen werden bis zu einer Zeit von 9:30 Minuten durch Bonuspunkte belohnt. Nach dem Lauf folgt eine 10-minütige Pflichtpause, bevor die nächsten Disziplinen beginnen.
Standardmäßige Liegestütze – Mindestanforderung: 5 Wdh. (Frauen) / 15 Wdh. (Männer). Honorierung bis 25 (Frauen) bzw. 35 (Männer) Wiederholungen. Nach dem letzten Liegestütz folgt eine 60-sekündige Erholungspause vor dem Kasten-Bumerang-Test. Hinweise zur korrekten Ausführung stehen auf polizei.sachsen.de.
Der Kasten-Bumerang-Test prüft Koordination und Gewandtheit. Mindestanforderung: Auftaktrolle + Überwinden von neun Kastenteilen in 60 Sekunden. Bei schnelleren Zeiten unter 35 Sekunden werden Bonuspunkte vergeben. Ein offizielles Video zum Ablauf des Tests ist auf polizei.sachsen.de abrufbar. Tipp: Übe die Auftaktrolle separat – sie kostet ungeübte Bewerber oft wertvolle Sekunden.
Trainingstipps und ÜbungsvideosDie Polizei Sachsen stellt offizielle Trainingstipps, Hinweise zur Liegestütze und ein Video zum Kasten-Bumerang-Test bereit.
Die 36-monatige Ausbildung in der Laufbahngruppe 1.2 richtet sich an alle, die mit einem Realschulabschluss in den Polizeidienst einsteigen möchten. Nach erfolgreichem Abschluss wirst du zur Polizeimeisterin oder zum Polizeimeister ernannt – und hast die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen der sächsischen Polizei zu arbeiten.
Die Ausbildung wechselt zwischen Theorieblöcken an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg und Praxisphasen in Ausbildungsbehörden in ganz Sachsen. Inhalte: Rechtskunde, Polizeitaktik, Einsatztraining, körperliches Training und erste Eigenständigkeit im Dienst. Start: jährlich 1. September.
Nach dem Abschluss wirst du in einer der sächsischen Polizeidirektionen (Dresden, Leipzig, Chemnitz, Görlitz, Zwickau) oder im Präsidium der Bereitschaftspolizei eingesetzt. Je nach Eignung und Interesse gibt es Wege in Spezialeinheiten, Diensthundeführung oder Kriminaldienst.
Mit Beförderungen entwickelst du dich von A7 (Polizeimeister/-in) über A8 (Polizeiobermeister/-in) und A9 (Polizeihauptmeister/-in) weiter. Zudem gibt es Aufstiegswege in den gehobenen Dienst – entweder über einen Verwendungsaufstieg oder durch ein anschließendes Studium an der HSPF.
Sportfördergruppe: Leistungssportler/-innen können sich bei der Polizei Sachsen für die Sportfördergruppe bewerben. Hier lassen sich Trainingsverpflichtungen und Wettkampfteilnahmen mit dem Polizeidienst kombinieren. Weitere Infos: verdaechtig-gute-jobs.de.
Das Studium (LG 2.1) – Bachelor of Arts
Das dreijährige Bachelorstudium (Laufbahngruppe 2.1) an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg (Oberlausitz) führt zum Bachelor of Arts. Mit dem Abschluss wirst du zur Polizeikommissarin oder zum Polizeikommissar – oder zur Kriminalkommissarin/-kommissar – ernannt.
Das Vollzeitstudium verbindet Theoriemodule (Rechts- und Sozialwissenschaften, Kriminalistik, Einsatzlehre, Polizeirecht) mit Praxisphasen in sächsischen Polizeidienststellen. Das Studium endet nach 36 Monaten mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts (B.A.) und der Ernennung zum Polizei- oder Kriminalkommissar/-in.
Bereits im Studium kannst du eine Richtung einschlagen: Schutzpolizei (Polizeikommissar/-in) oder Kriminalpolizei (Kriminalkommissar/-in). Die Spezialisierung auf CuIKD oder WiKri ist ein gesonderter Vorbereitungsdienst.
Mit Berufserfahrung qualifizierst du dich für einen Masterstudiengang, der den Aufstieg in den höheren Dienst ermöglicht. So ist der Weg von A9 bis in Führungspositionen (A13 aufwärts) geöffnet.
Studienort Rothenburg: Die Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) liegt in Rothenburg (Oberlausitz) – einer kleinen Stadt in Ostsachsen nahe der polnischen Grenze. Wohnmöglichkeiten auf dem Campus sowie Freizeitangebote sind vorhanden.
Speziallaufbahnen: CuIKD & WiKri
Neben den klassischen Laufbahnen bietet die Polizei Sachsen zwei Sonderwege für hochspezialisierte Aufgabenbereiche – ein klarer Vorteil gegenüber vielen anderen Bundesländern.
Cybercrime
CuIKD
Computer- und Internetkriminalitätsdienst
Vorbereitungsdienst an der HSPF
IT-Forensik & digitale Ermittlungen
Abschluss: Kriminalkommissar/-in
IT-Kenntnisse erforderlich
Neu ab 2025
WiKri
Wirtschaftskriminalitätsdienst
1 Jahr Vorbereitungsdienst
Für Hochschulabsolventen
Wirtschaft / Informatik
Abschluss: Kriminalkommissar/-in
Der CuIKD richtet sich an IT-affine Bewerber/-innen, die Erfahrungen in Programmierung, Netzwerktechnik, IT-Forensik oder verwandten Feldern mitbringen. Der Vorbereitungsdienst findet an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) statt. Nach Abschluss werden die Absolventinnen und Absolventen zu Kriminalkommissarinnen und -kommissaren ernannt und arbeiten in der Bekämpfung von Cyberkriminalität. Weitere Infos: verdaechtig-gute-jobs.de/cybercrime.
2025 startete an der HSPF erstmals der Vorbereitungsdienst Wirtschaftskriminalität. Der einjährige Lehrgang richtet sich an Hochschulabsolventinnen und -absolventen wirtschaftsnaher Fachrichtungen (Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik, Informatik). Nach Abschluss werden sie zu Kriminalkommissarinnen und -kommissaren ernannt und ermitteln im Bereich Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Weitere Infos: verdaechtig-gute-jobs.de/wirtschaftskriminalitaet.
Alle Speziallaufbahnen im ÜberblickVon Cybercrime bis Wirtschaftskriminalität: Erfahre mehr über die IT-Speziallaufbahnen der Polizei Sachsen.
Nach Ausbildung oder Studium startest du bei einer der sächsischen Polizeidirektionen oder beim Präsidium der Bereitschaftspolizei. Sachsen bietet zahlreiche Spezialisierungen und einen klaren Aufstiegspfad.
Auf Straßen und Gewässern, in der Luft, hoch zu Ross – ein Werdegang bei der Polizei Sachsen ist vielseitig. Je nach Interesse und Eignung gibt es Einsätze im Streifendienst, in der Kriminalpolizei, im Landeskriminalamt (LKA), in Spezialeinheiten, der Diensthundeführung, Reiterstaffel oder Wasserschutzpolizei.
Mit Berufserfahrung und guten Leistungen stehen dir zwei Aufstiegswege offen: der Verwendungsaufstieg von der Ausbildung (LG 1.2) in das Studium (LG 2.1) sowie der Masterstudiengang aus dem gehobenen in den höheren Dienst. So ist der Weg von Polizeimeister/-in bis in Führungspositionen als Polizeidirektor/-in prinzipiell möglich.
Heilfürsorge & Versicherung
Als Polizeivollzugsbeamtin oder -beamter in Sachsen hast du Anspruch auf freie Heilfürsorge – das Land übernimmt deine Krankheitskosten direkt. Das ist ein erheblicher finanzieller Vorteil gegenüber Angestellten, die GKV-Beiträge zahlen. Wie bei der Heilfürsorge in allen ostdeutschen Ländern gibt es aber Lücken, die du kennen solltest.
✓ Was die Heilfürsorge abdeckt
Ambulante Arztbehandlungen
Stationäre Krankenhausaufenthalte
Verschriebene Medikamente
Zahnärztliche Grundversorgung
Heil- und Hilfsmittel
⚠ Typische Lücken
Höherwertiger Zahnersatz
Sehhilfen (Brille, Kontaktlinsen)
Chefarzt / Einbettzimmer
Familie NICHT mitversichert
Kieferorthopädie (Erwachsene)
Familie nicht mitversichert: Die Heilfürsorge deckt nur dich selbst ab. Ehepartner und Kinder brauchen eine eigene GKV oder PKV. Das ist besonders bei Familiengründung ein oft unterschätzter Kostenfaktor. Welche Versicherungen du als Polizeianwärter wirklich brauchst, erklärt der ausführliche Ratgeber.
Eine Ergänzungsversicherung schließt die Lücken der Heilfürsorge – Zahnersatz, Sehhilfen, Krankenhauswahlleistungen. Beiträge sind im jungen Alter am günstigsten: Ein Abschluss zu Ausbildungs- oder Studienbeginn lohnt sich langfristig erheblich.
Wer in Ausbildung oder Probezeit dienstunfähig wird, hat oft kaum Versorgungsansprüche. Eine DU-Versicherung sichert das Einkommen ab. Im Polizeidienst ist das Risiko durch körperliche Belastung, Schichtdienst und Traumaexposition erhöht. Was bei Dienstunfähigkeit bei der Polizei wirklich zählt, erklärt der Ratgeber.
Versicherungscheck für deinen Start bei der PolizeiHeilfürsorge, Restkostenversicherung und DU-Schutz: Was brauchst du als Polizeianwärter in Sachsen wirklich?
Schon während Ausbildung und Studium erhältst du Anwärterbezüge. Die Besoldung in Sachsen orientiert sich am Sächsischen Besoldungsgesetz und liegt im Mittelfeld der deutschen Bundesländer.
Während der 36-monatigen Ausbildung (LG 1.2). Beamtenverhältnis auf Widerruf, ca. 1.400 € Anwärterbezüge monatlich.
Einstiegsamt nach der Ausbildung (LG 1.2). Eigenständiger Streifendienst und erste Sachbearbeitung. Grundgehalt ca. 2.500–2.700 € brutto monatlich je nach Stufe.
Erfahrene Sachbearbeitung, erste Sonderverwendungen. Grundgehalt ca. 2.700–2.900 € brutto.
Höchste Stufe der Meisterlaufbahn. Dienstgruppenunterstützung, Mentoring jüngerer Kollegen. Grundgehalt ca. 2.900 € brutto.
Während des 36-monatigen Bachelorstudiums (LG 2.1). Beamtenverhältnis auf Widerruf, ca. 1.600 € Anwärterbezüge monatlich.
Einstiegsamt nach dem Studium (LG 2.1). Eigenständiger Dienst im Schutz- oder Kriminalbereich. Grundgehalt ca. 2.900–3.100 € brutto je nach Stufe und Zulagen.
Erfahrene Sachbearbeitung, eigenständige Einsatzführung und erweiterte Fachverantwortung.
Gehobene Sachbearbeitung, Dienstgruppenleitung oder Führung in Fachkommissariaten.
Höhere Funktionsstelle, z. B. stellvertretende Dienstgruppenleitung mit erweiterter Verantwortung.
Höchste Stufe im gehobenen Dienst. Leitungsfunktionen auf Inspektions- oder Sachbereichsebene.
Einstieg in den höheren Dienst via Masterstudiengang. Leitung einer größeren Organisationseinheit oder Funktion in der Behördenleitung.
Leitung bedeutender Fachabteilungen oder großer Inspektionen mit gewachsener Personalverantwortung.
Leitung einer größeren Behördeneinheit oder stellvertretende Leitung einer Polizeidirektion.
Stellvertretende Leitung einer Polizeidirektion oder Leitung übergeordneter Dienststellen.
Höchste Führungsebene: Leitung einer der fünf sächsischen Polizeidirektionen, der Bereitschaftspolizei oder des LKA Sachsen. Gesamtverantwortung für Personal, Einsatz und Strategie.
Weitere Gehaltsbestandteile
Monatliche Stellenzulage für Polizeivollzugsbeamte in Sachsen. Wird nach einer Dienstzeit von einem Jahr gewährt und regelmäßig angepasst.
Für Nachtdienst, Sonn- und Feiertagsdienst gibt es stundenbezogene Erschwerniszulagen, die sich im Schichtdienst über das Jahr deutlich summieren.
Verheiratete und Beamte mit Kindern erhalten einen Familienzuschlag, dessen Höhe sich nach Familienstand und Kinderzahl richtet.
Der Freistaat Sachsen zahlt monatliche VL, die in Bauspar- oder Investmentverträge fließen können – kombinierbar mit der Arbeitnehmersparzulage vom Finanzamt.
Beamtinnen und Beamte erhalten eine jährliche Sonderzahlung. Die Höhe richtet sich nach der Besoldungsgruppe und dem Sächsischen Besoldungsgesetz.
Polizeivollzugsbeamte erhalten freie Heilfürsorge – ein geldwerter Vorteil, da keine eigenen Krankenversicherungsbeiträge anfallen (GKV-Beitrag ca. 14 % des Bruttogehalts).
Was würdest du als Polizist/-in in Sachsen verdienen?Berechne dein voraussichtliches Netto nach Besoldungsgruppe, Stufe und Familienstand.
Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online über das Bewerbungsportal der Polizei Sachsen. Du kannst dich entweder für die Ausbildung (LG 1.2) oder das Studium (LG 2.1) bewerben – eine gleichzeitige Bewerbung für beide ist nicht möglich. Der Einstellungstermin ist in beiden Fällen der 1. September eines jeden Jahres.
Einstellungstermine & wichtige Fristen
Einstellungstermin
1. September
Jährlich für Ausbildung & Studium
Bewerbungsstart
ganzjährig
Frühzeitig bewerben empfohlen
1. + 2. Auswahltag
Leipzig
Präsidium der Bereitschaftspolizei
3. Auswahltag (Arzt)
Chemnitz / Dresden / Leipzig
Polizeiärztliche Untersuchung
So bewirbst du dich – Schritt für Schritt
1Laufbahn wählen: Entscheide, ob du dich für Ausbildung (LG 1.2, Polizeimeister/-in) oder Studium (LG 2.1, Polizeikommissar/-in) bewerben möchtest. Nur eine Bewerbung ist gleichzeitig möglich.
2Online-Bewerbung starten: Registriere dich auf hrd-portal.de/polizei-sachsen. Nach der Registrierung erhältst du deine Zugangsdaten per E-Mail. Bei Problemen: Hotline 0341 5855-5855 oder auswahlteam@polizei.sachsen.de.
3Unterlagen hochladen: Laufe die Checkliste im Portal durch und lade alle erforderlichen Dokumente hoch (Zeugnisse, Nachweise). Tätowierungen fotografieren und beifügen.
4Auf Einladung warten & vorbereiten: Nach Prüfung der formalen Voraussetzungen wirst du zum ersten Auswahltag in Leipzig eingeladen. Nutze die Zeit für gezieltes Sporttraining (Kasten-Bumerang!) und Diktat-Übungen.
5Drei Auswahltage absolvieren: PC-Test + Sporttest (Tag 1) → Gruppengespräch + Interview + Beratung (Tag 2) → Polizeiärztliche Untersuchung (Tag 3). Bei Bestehen aller Tage: Aufnahme in die Rangfolgenliste.
6Zusage & Studienbeginn: Die besten Bewerber/-innen erhalten ihre Einstellungszusage und beginnen am 1. September die Ausbildung oder das Studium an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg.
Ja – das ist ein klarer Vorteil gegenüber Bundesländern wie NRW, die den mittleren Dienst abgeschafft haben. Die Polizei Sachsen bietet die 36-monatige Ausbildung (LG 1.2, Polizeimeister/-in, Realschulabschluss) und das 36-monatige Bachelorstudium (LG 2.1, Polizeikommissar/-in, Abitur/FHR). Beide starten am 1. September.
Das Auswahlverfahren umfasst drei nicht aufeinanderfolgende Tage. Tag 1 und 2 finden in Leipzig statt: computergestützter Fähigkeitstest + Sporttest (Tag 1), Gruppengespräch + Einzelinterview + Beratungsgespräch (Tag 2). Tag 3 ist die polizeiärztliche Untersuchung in Chemnitz, Dresden oder Leipzig.
Der Kasten-Bumerang-Test ist eine Koordinationsdisziplin im Sporttest. Du absolvierst eine Auftaktrolle und überwindest neun Kastenteile in maximal 60 Sekunden. Unter 35 Sekunden gibt es Bonuspunkte. Ein offizielles Video und Trainingstipps findest du auf polizei.sachsen.de. Übe frühzeitig – dieser Test ist unbekannt für die meisten Bewerber!
Nach dem 2. Auswahltag führt die Polizei Sachsen ein Beratungsgespräch durch. Hier werden deine Ergebnisse und Perspektiven besprochen. Wer sich für das Studium (LG 2.1) beworben hat, kann dabei in die Ausbildung (LG 1.2) wechseln. Ein Wechsel in umgekehrter Reihenfolge ist nicht möglich.
Der CuIKD (Computer- und Internetkriminalitätsdienst) ist ein Spezialvorbereitungsdienst an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) für IT-affine Bewerber/-innen. Absolventen werden zu Kriminalkommissarinnen und -kommissaren ernannt und bekämpfen Cyberkriminalität. Weitere Infos: verdaechtig-gute-jobs.de/cybercrime.
Während der Ausbildung ca. 1.400 € brutto, während des Studiums ca. 1.600 € brutto monatlich. Nach der Ausbildung steigt man als Polizeimeister/-in in A7/A8 ein (ca. 2.500–2.800 € brutto), nach dem Studium als Polizeikommissar/-in in A9 (ca. 2.900–3.100 € brutto). Dazu kommen Polizeizulage, Schichtzulagen, Familienzuschlag und freie Heilfürsorge.
Das Studium (und die Ausbildung) findet an der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg (Oberlausitz) statt. Die Auswahltage 1 und 2 sind in Leipzig (Präsidium der Bereitschaftspolizei), Tag 3 in Chemnitz, Dresden oder Leipzig.
Echte Bewertungen von Beamten, die wir beraten durften.
5,0★★★★★
Basierend auf 26 Google-Bewertungen
Eva Herfellner
vor 1 Woche
★★★★★
Ich bin sehr zufrieden mit der Beratung von Flo zur DU und Alex zur PKV! Meine Fragen wurden stets gut schnell beantwortet, kann sie also nur weiterempfehlen :)
A. L.
vor 3 Wochen
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Ich wurde super beraten von Timo Pöthig, bin super happy
leonie h.08
vor 1 Monat
★★★★★
Ich fühle mich sehr gut beraten, besonders durch Nicolas, welcher mich beim Abschließen meiner Anwartschaft und nun bei meiner BU begleitet hat. Ich kann mich j…
Aron Schörwerth
vor 1 Monat
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Für mich als Lehramtsstudent war es eine zum Start des Referendariats eine Riesen Hilfe um die richtige Private Krankenversicherung für mich zu finden.
Linda Löffler
vor 2 Monaten
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Meine Fragen zum Thema kleine und große Anwartschaft konnten durch Timo vollumfänglich beantwortet werden, ich bin wirklich sehr zufrieden mit der Beratung. :)
Noah Peter
vor 3 Monaten
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Julia Sophie
vor 3 Monaten
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Klaus Schaal
vor 3 Monaten
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Danke für die Informationen!
Luisa Hasselbring
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fabian
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Zur Zeit stecke ich in meinem letzten Mastersemester und mir wurde bei einer Univeranstaltung von der Gewerkschaft empfohlen, mich vor meinem Referendariatsstar…
Kim Ohl
vor 4 Monaten
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Zum Beginn meines Studium wollte ich meinen Gesundheitszustand einfrieren um später keine Probleme beim Wechsel in die PKV zu bekommen. Das hat alles reibungslo…
Anna Heuer
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Ich bin im Oktober 2025 als Finanzanwärterin gestartet und musste einige Themen für mich lösen. Für mich war die Beratung zu den Themen Beihilfe mit Familie, pr…
A.
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Als angehender Polizist ist man gerade zu Beginn des Studiums oft noch damit überfordert, die richtige Absicherung zu finden. Ich habe damals alles über die Gew…
Anton Depperschmidt
vor 4 Monaten
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Ich bin nun offiziell Bundespolizeianwärter und freue mich diesen neuen Abschnitt zu beginnen. Besonders dankbar bin ich für die kompetente und vertrauensvolle …
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Basti Be
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Ich bin Lehrer an einem niedersächsischen Gymnasium und wollte einmal meine private Krankenversicherung überprüfen, die ich damals zu meinem Referendariatsstart…
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Jan-Louis Janssen
vor 4 Monaten
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Ich habe mich zum Thema kleine und große Anwartschaft durch Robin beraten lassen und auch zu dem Thema Dienstunfähigkeit, bevor ich als Polizist Beamter auf Leb…
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Vanessa Vogel
vor 4 Monaten
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Danke für die tolle Beratung!
JustAnotherFabi
vor 4 Monaten
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Die Beratung zur Anwartschaft durch Nico kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen!
Franziska K
vor 4 Monaten
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Ich wollte nach meinem Referendariat einmal meine private Krankenversicherung und Dienstunfähigkeitsversicherung überprüfen. Mich hat bei der PKV einfach die Be…